III. Reich Polizei Seitengewehr für Angehörige des SA-Feldjägerkorps.

Nicht aufpflanzbare Ausführung. Saubere Klinge mit Herstellerzeichen von "WKC", Neusilbergefäß, dieses mit gefiedertem Adlerkopfknauf, Parierstück mit Eichenlaubdekor, vernietete Hirschhorngriffschalen mit aufgelegtem Emblem des SA Feldjägerkorps: der preußische Hoheitsadler mit Hakenkreuz auf der Brust, Muschelstichblatt mit Reichsadler, Schwarze Lederscheide mit Druckstellen, leicht aus der Form, die Beschläge aus Eisen vernickelt, hinter den Krampen "15" gestempelt, der obere Beschlag seitlich mit "G 424" versehen. Sehr seltenes Stück in gute Erhaltung. Zustand 2
Gesamtlänge: 490 mm.

Am 1. Oktober 1933 verfügte Hermann Göring als Oberster SA-Führer in Preußen die Aufstellung eines Feldjägerkorps (FJK) in Preußen. Am 15. August 1933 wurde die preußische SA-Hilfspolizei aufgelöst und auch die SA-Feldpolizei. Chef des SA-Feldjägerkorps wurde der ehemalige SA-Feldpolizei-Chef Walter Fritsch. Nach der reichsweiten Aufstellung von FJK-Gruppen gehörten dem Feldjägerkorps im Oktober 1933 etwa 2.000 Personen an, davon 200 in Berlin. In ihrer dienstlichen Eigenschaft erklärte Röhm die Angehörigen der Truppe zu Vorgesetzten „eines jeden SA, SS und ST Führers und Mannes“, deren „Anordnungen unbedingt und ohne Widerrede Folge zu leisten“ sei. Am 10. Dezember 1933 bezog das Kommando des Feldjägerkorps mit seiner Berliner Abteilung ein neues Hauptquartier in der ehemaligen Kaserne des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1, Kleine Alexanderstraße 21–24 in der Nähe des Alexanderplatzes. Im Februar 1934 war das Feldjägerkorps an der Zerschlagung der illegalen Kreuzberger Bezirksgruppe der KPD beteiligt, wobei mehr als 50 Personen verhaftet wurden. Mit der Entmachtung der SA verlor auch das Feldjägerkorps als eine Teilformation der SA weitgehend an Bedeutung und wurde 1936 aufgelöst. 
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€ 3.500,00